GEMEINSAM MIT LEIDENSCHAFT – Folge 3 – Unser Physio Max

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Folge 3 der GEMEINSAM MIT LEIDENSCHAFT-Serie:

Ich treffe Maximilian Schuller, den alle nur Max nennen, am Donnerstagabend gegen 20 Uhr in der Großsporthalle. Es ist Sommer, es ist heiß und es riecht nach Anstrengung. Nach großer Anstrengung. Die erste Mannschaft des TVG trainiert und Max ist wie jeden Donnerstag dabei. Max ist seit der Saison 2016/17 bei der Mannschaft und er ist der Physiotherapeut. Während der Woche versorgt er seine Patienten in den Räumen von MainKörper 360° in Gründau Lieblos, in einem Team erfahrener und kompetenter Physiotherapeuten und Osteopathen, das von den Geschäftsführern Thomas Stubner, Johannes Erk und Florian Völker geführt wird. Sein Arbeitgeber unterhält weitere Kooperationen mit bekannten Sportvereinen. So ist Max auch für die erste Mannschaft der HSG Wetzlar unterwegs. „In meiner Jugend war ich Schwimmer, Leichtathlet und Triathlet und bin seither sportbegeistert“, erklärt er seine Leidenschaft zum Sport und seinem Beruf.

Doch heute Abend gehört er ganz den Spielern des TVG.  Wir laufen durch die Halle und beobachten das Training. Es dauert, denn kein Spieler lässt Max ohne Handschlag und Umarmung passieren. Es geht sehr herzlich zu. „Wir haben hier eine super Truppe und es sind richtige Freundschaften entstanden“ erklärt mir Max. Nach dem Training wird es wieder Warteschlangen vor dem Physioraum geben. Da werden muskuläre Probleme, Bewegungseinschränkungen, Schiefstände, etc. behandelt. Und es wird wieder spät werden. „In der Regel komme ich Donnerstags irgendwann zwischen 22 und 23 Uhr raus“, sagt Max und ergänzt „aber dann ist auch jeder versorgt“. Und das ist das einzige, was ihm wichtig ist: „Der Sportler soll so schnell wie möglich wieder das machen können, was er möchte“.

Aber manchmal muss er den Sportler auch vor sich selbst schützen. „Ich bespreche mit den Trainern und den Spielern meine Einschätzung aus physiotherapeutischer Sicht und gebe Empfehlungen zum Trainingsprogramm“. Letzte Instanz sind aber Spieler und Trainer. Adrian, unser Kreisläufer aus der A-Jugend, steckt den Kopf durch die Tür. „Eigentlich geht es hier nach Alter“ ruft er mir zu, „aber manchmal kann Max mich schnell einschieben, wenn die anderen noch unter der Dusche sind“. Adrian hat Glück und darf auf die Liege. Sekunden später verzieht er das Gesicht. Aber es tut ihm gut, wie er versichert, und er wird wieder kommen.

An den Spieltagen schlägt Max gegen 18 Uhr seine Behandlungsliege in der Kabine auf. „Bis zum Aufwärmen der Spieler habe ich Hochkonjunktur. Ich muss tapen, mobilisieren, lockern, eben alles was der Spieler benötigt“ berichtet Max. Während des Spieles sitzt er auf der Mannschaftsbank und achtet genau auf die Bewegungen der Akteure, um potenzielle Probleme in den Bewegungsabläufen zu erkennen. Nach dem Spiel kann er so seine Beobachtungen direkt in präventive Maßnahmen und Erstbehandlungen umsetzen. „Ich finde es sehr wichtig, dass die Vertragsspieler beim TVG über die Berufsgenossenschaft versichert sind, denn das sichert eine schnelle und bestmögliche Behandlung nach einer Verletzung“ lobt Max den TVG.

Neben den akuten Fällen, kümmert er sich auch um die Langzeitverletzten, die wieder an die Mannschaft herangeführt werden müssen. Letzte Saison zogen sich Sven, Robin und Namensvetter Max schwere Verletzungen zu. Da war der Physio Max natürlich in Abstimmung mit Ärzten, Trainern und Spielern besonders gefordert, denn er beobachtet am intensivsten die Fortschritte unter Belastung. „Da ist man nicht nur Physio, sondern manchmal auch Seelsorger und Freund“ verrät mir Max. Als ich gehe besteht kein Zweifel: er ist einer von ihnen. Ein Team – Gemeinsam mit Leidenschaft!

Autor: Kay Bönisch