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Acht Minuten vor Schluss in der „Hölle Nord“ verglühtRegionalliga Südwest: Gensungen (dg). Die erwartete Auswärtsniederlage beim Aufstiegsaspiranten HSG Gensungen/Felsberg konnten die Gelnhäuser Regionalliga-Handballer zwar nicht verhindern. Dennoch gaben die Camdzic-Schützlinge in der als „Hölle Nord” gefürchteten Gensunger Kreissporthalle über weite Strecken der Partie eine gute Figur ab. Allerdings ging dem TVG in den letzten acht Minuten der Partie die Puste aus beziehungsweise die Konzentration flöten. Die logische Konsequenz war der 24:28-Endstand aus der Sicht der Gäste. Den wiederum ohne die Dauerverletzten Heiko Trinczek, Thomas Ochs und Jasmin Camdzic angetretenen Gelnhäusern schlug von Beginn an die außergewöhnliche Stimmung der heimischen Fans entgegen. Die beiden ersten Gensunger Treffer wurden vom HSG-Anhang dermaßen frenetisch bejubelt, dass deutlich wurde, welchen Respekt die Mannschaft von Trainer Dragos Negovan und deren Anhang den Barbarossastädtern vor der Partie entgegengebracht hatte. Die Gelnhäuser, abermals mit Philip Deinet auf Halbrechts und Fabian Eurich auf der rechten Außenbahn, zeigten sich von diesem Hexenkessel weitgehend unbeeindruckt. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, nach einer Viertelstunde war beim 7:7 noch alles völlig offen. Julian Lahme im TVG-Kasten war wieder ein sicherer Rückhalt, er kochte zwei Siebenmeter ab und hatte auch noch Grund zum Jubeln, als Keeper-Kollege Kredel bei seinem Kurzeinsatz dasselbe Kunststück ebenfalls gelang. Zudem stand die Abwehr der Gelnhäuser kompakt, lediglich im Angriff war die Fehlerquote wieder einen Tick zu hoch. So kam es, dass die Gensunger sich im weiteren Verlauf der Partie einen Drei-Tore-Vorsprung erarbeiten konnten (13:10). Die agilen Philip Julius, Mario Schanze und Kreisläufer Michael Viehmann erspähten die Lücken im TVG-Deckungsverband und stießen konsequent hinein. HSG-Keeper Fabian Meyfarth glänzte ebenfalls. Dennoch blieb Gelnhausen auch in der zweiten Halbzeit am Drücker. Marc Stallmann führte klug Regie, Indset und Deinet konnten auf den Halbpositionen zumindest phasenweise etwas bewegen, und Eurich zeigte erneut, dass er ein Riesentalent ist. Gensungen kam bis acht Minuten vor dem Ende nicht entscheidend weg. Beim 20:19 war Gelnhausen sogar drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen. Dazu kam es allerdings nicht, weil den durch Zeitstrafen dezimierten Barbarossastädtern in den letzten acht Minuten nicht mehr allzu viel gelang. Weil auch Einfaches misslang und Camdzic kaum Auswechselmöglichkeiten besaß, erhöhte sich die Anzahl der Misslichkeiten im Gelnhäuser Spiel in entscheidender Art und Weise. Die Nordhessen hatten jetzt endgültig Oberwasser und zementierten ihren durchaus verdienten Erfolg mit vier Treffern Unterschied. Für den TV Gelnhausen wird es in den beiden verbleibenden beiden Partien des Jahres gegen den SVH Kassel und in Haßloch in erster Linie darauf ankommen, den Zwei-Punkte-Abstand zu den Abstiegsplätzen möglichst zu vergrößern. Zumindest sollte die Differenz aus Gelnhäuser Sicht auf gar keinen Fall kleiner werden. Statistik Quelle: Gelnhäuser Neue Zeitung Zurück zur vorherigen Seite |
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