|
||
Lahme, der strahlende Held im nervenzerfetzenden KrimiRegionalliga Männer: TV Gelnhausen – HF Untere Saar 29:28 (14:15) Von Dieter Geissler Die Partie begann aus der Sicht der Gastgeber mit einer Negativ-Nachricht: Routinier Anders Indset hatte sich im Training eine Zerrung zugezogen und musste passen. Ohne den zuletzt starken Norweger begann der TVG, von dem alle Welt einen Pflichtsieg gegen das Kellerkind aus dem Saarland erwartete, sichtlich nervös. Der Deckungsverband der Rot-Weißen wies im Gegensatz zu den vergangenen drei in dieser Hinsicht tadellosen Auftritten wieder bedenkliche Lücken auf, und im Angriff hatten die Gelnhäuser massive Probleme mit den, wie erwartet, betont offensiv deckenden Gästen. Deren Shooter Thomas Kochann konnte in der Anfangsphase machen, was er wollte. Der hochaufgeschossene Halblinke traf binnen der ersten Viertelstunde viermal ins Schwarze, die Spielgemeinschaft aus Merzig lag aufgrund dessen zunächst meist knapp vorne. Rückstand von vier Toren aufgeholtGelnhausen konnte sich schon hier bei Julian Lahme bedanken; der Keeper hielt seine Mannschaft mit teilweise grandiosen Paraden im Spiel. Ihm war es zu verdanken, dass der TVG den Spieß kurzfristig herumdrehen und mit 8:6 in Führung gehen konnte. Aber die Einheimischen vermochten es aufgrund ihrer spielerischen Mängel nicht, diesen Vorsprung auszubauen. In der Folgezeit waren es Hüftwürfe von HF-Regisseur Ralf Kreibig und erfolgreiche Aktionen von Kreisläufer Peter Laux, die zum 15:14-Halbzeitstand für die bislang auswärts erst einmal siegreichen Schützlinge von Gästecoach Berthold Kreuser führten. Zuvor hatten die Gelnhäuser phasenweise mit vier Treffern hinten gelegen. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten die TVG-Recken in erster Linie mit ihren eigenen Unzulänglichkeiten zu kämpfen. Weil auch taktisch wenig zusammenging, packen die Rot-Weißen die Brechstange notgedrungen relativ früh aus. Weil Lahme weiterhin überragend hielt, schafften es Jasmin Camdzics Männer trotz einer horrenden Fehlwurfquote, nach 40 Minuten durch Thomas Nielsen das 18:17 festzuzurren. Dass das heimische Handball-Flaggschiff just in dieser wichtigen Phase vermehrt Zwei-Minuten-Strafen kassierte, kompensierten die Männer um Kapitän Philipp Schwaab mit unbändigem Einsatz. In der Schlussphase, die sich zu einem wahren Thriller entwickelte, zeigten die erfahrenen Akteure Philip Deinet, Oliver Hubbert und Jan Wacker mit wichtigen Toren Flagge. Was bei Letzterem umso bemerkenswerter war, weil der Hüne dank einer schlichtweg inakzeptablen erste Hälfte mit inkonsequentem Angriffsverhalten für Kopfschütteln auf den Rängen gesorgt hatte. Als der TVG nach Treffern von Hubbert und Stallmann mit 27:24 Oberwasser hatte, schien der Film zugunsten der Camdzic-Schützlinge gelaufen, aber die nie aufgebenden Saarländer spannten die 510 Zuschauer weiter auf die Nerven-Folter und kamen wieder bis auf einen Treffer heran. Dann erzielte der agile Henrich nach einem Tempogegenstoß das 29:27 (58.), Kreibig markierte im Gegenzug den abermaligen Anschlusstreffer. Jetzt war die Spannung auf dem Siedepunkt. In der megahektischen Schlussminute fiel kein Treffer mehr, den letzten Freiwurf nach der Schluss-Sirene setzte Kochann in die Gelnhäuser Abwehrmauer, dann gab es beim TVG kein Halten mehr. Die in der Rückrunde noch ungeschlagenen Gelnhäuser feierten einen ebenso knappen wie verdienten Erfolg, der sie der 3. Liga wieder ein gutes Stück nähergebracht hat. Statistik Quelle: Gelnhäuser Neue Zeitung Zurück zur vorherigen Seite |
||
| © TV Gelnhausen Handball | Impressum | ||