Nach Anfangs-Flaute folgt mitreißender Tore-Orkan

Regionalliga Männer: TV Gelnhausen – VTV Mundenheim 33:21 (16:11)

Von Dieter Geissler Gelnhausen. Jetzt ist die 3. Liga für den TV Gelnhausen zum Greifen nahe: Die in der Rückrunde weiterhin ungeschlagenen Barbarossastädter schossen den Aufsteiger VTV Mundenheim mit 33:21 (16:11) aus der Halle, bauten ihre Erfolgsserie auf 11:1-Punkte aus und boten den 530 Zuschauern eine mitreißende Partie. Nachdem der TVG die erste Viertelstunde komplett verschlafen hatte, gingen die konsternierten Gäste im folgenden massiven Gelnhäuser Torhagel sang- und klanglos unter.

Dabei begann die Begegnung für die Camdzic-Truppe wenig verheißungsvoll: Den schläfrig zu Werke gehenden Gelnhäusern gelang erst einmal gar nichts, Mundenheim schloss konzentriert ab und lag nach einer Viertelstunde mit 9:4 vorne.

Rückstand von fünf Toren eindrucksvoll wettgemacht

Jetzt ging ein Ruck durch das Team der Gastgeber, der sich gewaschen hatte: Gelnhausen fand seinen Rhythmus, drehte voll auf und hatte – auch dank des sich ebenfalls steigernden Lahme – binnen fünf Minuten den Ausgleich geschafft. Als Ochs in der 21. Minute die erste Führung für die Barbarossastädter erzielte, gingen die Fäuste der Gelnhäuser Spieler geschlossen gen Himmel und die Halle kochte.
Die VTV-Truppe fiel jetzt förmlich wie ein Kartenhaus in sich zusammen, die Mannschaft von Trainer Marcus Muth hatte dem TVG-Express nur noch wenig bis gar nichts entgegenzusetzen. Als Nielsen mit einem artistischen Tor den 16:10-Zwischenstand markierte (29.), war bereits eine Vorentscheidung zugunsten der nunmehr brillierenden Rot-Weißen gefallen. Symptomatisch auch der weitere Spielverlauf nach der Pause: Während der TVG in der Hinrunde nach dem Seitenwechsel oft genug einknickte, bauten die mächtig aufs Tempo drückenden Gastgeber ihren Vorsprung ebenso konsequent wie entschlossen weiter aus.

Die Deckung stand jetzt wie eine eins, und in der Offensive zeigten die Gastgeber jetzt deutlich mehr Konsequenz als in der Anfangsphase. Nach 40 Minuten markierte Kreisläufer Hubbert das 23:13, Mundenheim war nur noch ein Torso, und die wie aus einem Guss spielenden Gelnhäuser schraubten das Zwischenergebnis nach einem Doppelpack von „Chefdynamiker” Florian Henrich auf 30:15 (52.) – unglaublich, dass die Gastgeber 37 Minuten zuvor noch mit fünf Toren im Hintertreffen gelegen hatten.

Die rot-weiße Tormaschine arbeitete bis zur Schluss-Sirene verlässlich auf Hochtouren, es folgten die mittlerweile fast schon obligatorischen Freudentänze. Nach diesem erneuten Bravourstück kann der TVG entspannt in die jetzt anstehenden Top-Duelle mit Tabellenführer Groß-Umstadt und dessen Verfolger TV Hochdorf gehen. Derzeit ist es sogar so, dass jeder Gelnhäuser Gegner mulmige Gefühle haben muss.

Statistik
TV Gelnhausen: Lahme (1.-52.); Kredel (53.-60.); Indset (2), Trinczek (6/4), Ochs (5), Deinet (3), Wacker (4), Hubbert (2), Nielsen (1), M. Jambor (2), Schwaab (3), Henrich (4), Eurich (1), Stallmann (n.e.), P. Jambor (n.e.).
VTV Mundenheim: Forler (1.-50.), Klein (51.-60.); Frank (1), Winkelmann (1), B. Treiber (1), Schneider (1), Mielenz (3), Schuler, Tremmel (5/1), F. Treiber, Scheuer (3), Scheuerer (5), Schwind (1), Horlacher.
Schiedsrichter: Rodenbusch/Horstmann (Wiesloch/Gemünden).
Zuschauer: 530.
Zeitstrafen: 8:8 Minuten.
Siebenmeter: 4/4:2/1.

Quelle: Gelnhäuser Neue Zeitung


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