„Bittere Pleite für Jambor-Sieben“

11.10.2018 • Männer I, News, Presseschau
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– 3. Liga Ost Männer: HSG Hanau – TV Gelnhausen 26:22 (11:10) –

Die HSG Hanau hat gestern Abend das Derby der 3. Bundesliga Ost gegen den TV Gelnhausen verdient mit 26:22 (11:10) gewonnen. Gegen die geschlossene Mannschaftsleistung der Hanauer fand der TVG einfach nicht zu seinem Rhythmus und suchte zumeist überhastet den frühen Abschluss.

Nach einem 0:3-Rückstand brachte TVG-Keeper Julian Lahme die Jambor-Sieben mit zwei Glanzparaden in die Partie. Nach einer Viertelstunde erzielte Björn Pape die 4:3-Führung für Gelnhausen. Danach nahm die Partie richtig Fahrt auf und beide Mannschaften drückten auf das Tempo. Für Spielmacher Jonathan Malolepszy brachte Trainer Peter Jambor Henrik Müller, für Alen Kulenovic Fabian Eurich. Der bedankte sich für das Vertrauen und netzte gleich dreimal ein, erlaubte sich aber auch zwei Fehlwürfe. In der fairen und von der Taktik geprägten ersten Halbzeit mit nur einer Zeitstrafe gaben die Abwehrreihen den Ton an.

Wieder auf dem Feld übernahm Jonathan Malolepszy Verantwortung und netzte zum 11:11-Ausgleich ein. Doch dann begann die Zeit von Jan-Eric Ritter auf Hanauer Seite. Er übernahm von Yaron Pillmann die Spielmacherrolle und verwandelte einen Siebenmeter nach dem anderen. Während die Hanauer ihre Angriffe diszipliniert aufzogen, versuchte es der TVG zu oft mit der Brechstange.

Dass die beiden Schiedsrichter Matthias Hallmann und Lars Lieker in Durchgang zwei sage und schreibe zwölf Mal auf den Siebenmeterpunkt zeigten, blieb ihr Geheimnis. So ging der Spielfluss auf beiden Seiten verloren. Nach einer Dreiviertelstunde nahm Cheftrainer Peter Jambor beim Stande von 15:19 eine Auszeit, holte bei Ballbesitz den Torwart raus. Doch der Schachzug fruchtete nicht. In den verbleibenden zehn Minuten endete quasi jeder Angriff beider Teams mit einem Siebenmeterpfiff.

In der hektischen Schlussphase bekam Alen Kulenovic, der von seinem Gegenspieler bös gefoult wurde, wegen Meckerns noch eine Zeitstrafe. Den fälligen Siebenmeter von Philipp Botzenhardt parierte Hanaus zweiter Torwart Sebastian Schermuly, der eine Minute zuvor schon einen Siebenmeter von Jonas Malolepszy entschärft hatte.

Fazit: Verdienter Arbeitssieg für Hanau in einem spannenden, aber nicht hochklassigen Derby.

 

Statistik

HSG Hanau: Müller, Schermuly; Ritter (9/8), Woiwood (3), Hemmer (3), Gerst, Stroh (4), Marschall, Brüggemann, Pillmann (1), Ruppert (2), Neumann, Christoffel (3), Junker.

TV Gelnhausen: Lahme, Simanavicius; Schreiber (1), Habenicht, Rudolf, Simic (4), Kulemovic (1), Zipf, Pape (1), Malolepszy (6/4), Botzenhardt (3), Marquart (2), Eurich (4), Müller.

SR: Hallmann/Lieker.

Zuschauer:_925.

Siebenmeter: 12/8:7/4.

Zeitstrafen: 5:5 Minuten.

 

Stimmen zum Spiel

Peter Jambor (TVG-Cheftrainer):_Wir hatten uns hervorragend vorbereitet auf die Spielweise der Hanauer und wurden nicht belohnt. Wir waren ein Stück weit zu verkrampft, haben einfach keinen Rhythmus gefunden und konnten nicht alles zu 100 Prozent umsetzen wie in den Spielen zuvor. Die beiden verworfenen Siebenmeter und viele technische Fehler haben uns wehgetan. Die Mannschaft hat aber kämpferisch überzeugt.

Philip Deinet (TVG-Manager): Das war kein hochklassiges, aber ein spannendes Spiel. Die Hanauer haben ihre Angriffe routinierter runtergespielt. Wir haben zu schnell den Abschluss gesucht. Über die Schiedsrichter möchte ich nichts sagen.

Sven Schreiber (TVG-Rückraum):_Wir konnten die Leistung der vergangenen Spiele einfach nicht abrufen. Die Niederlage haben wir uns durch die vielen Fehler selbst zuzuschreiben.

Björn Pape (TVG-Kreisläufer): Mit individuellen Fehlern haben wir die Hanauer erst ins Spiel gebracht. Das war nicht das, was wir in den letzten Wochen abgerufen haben.

Patrick Beer (HSG-Trainer): Wir haben weniger Fehler gemacht und waren vielleicht ein wenig kaltschnäuziger. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung und ein verdienter, wenn aber auch hart erkämpfter Arbeitssieg. Bei den vielen Verletzten, die wir haben, können wir uns auf Spieler wie Michael Hemmer, die sonst nicht im Mittelpunkt stehen, verlassen, der über 60 Minuten eine super Leistung brachte. Dass Yannik Woiwod sich eine schwere Handverletzung zugezogen hat und länger ausfallen wird, ist vor dem Derby in Bruchköbel natürlich doppelt bitter.