GEMEINSAM MIT LEIDENSCHAFT – Folge 4 – Immer dabei!

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Folge 4 der GEMEINSAM MIT LEIDENSCHAFT-Serie:

Antje und Michael Haack sind beim TVG dabei, seit ihr Sohn Sascha vor 6 Jahren in der C-Jugend zum TVG kam. Mittlerweile spielt der Linkshänder im zweiten A-Jugendjahr in der Bundesliga auf Rechtsaußen. Am Wochenende dreht sich daher alles um den Handball. Ob bei Heimspielen oder auswärts: die Haacks sind immer vor Ort und sehen jedes Spiel.

„An den Wochenenden bin ich entweder als Zeitnehmer, Kassierer oder Fan der TVG-Jugendmannschaften engagiert“ sagt Antje, die den Handball richtig lebt. Da bleibt kaum Zeit für sonstige Hobbies. Besondere Höhepunkte sind natürlich die Auswärtsfahrten der A-Jugend in die Handballhochburgen der Republik. Die beiden sind dann natürlich dabei, ob im Bus oder im eigenen PKW, denn „wir verbinden gerne das Angenehme mit dem Nützlichen und schauen uns dann auch einmal eine Sehenswürdigkeit in der Nähe des Spielortes an“, ergänzt Michael. Für Sohn Sacha geht es dann oft schon früh morgens mit dem Mannschaftsbus auf Fahrt nach Leipzig, Coburg, Erlangen oder Ludwigshafen-Friesenheim. Und manchmal kommt der Bus erst in der Nacht zurück.

„Es ist schon bemerkenswert, wie professionell im Jugendbereich beim TVG gearbeitet wird“, merkt Michael an, „denn auch die Fahrtzeit im Bus wird zur Vorbereitung genutzt“. In der Regel erörtern die Trainer auf der Busfahrt in Einzel- oder Gruppengesprächen mit den Spielern noch einmal die individuelle Aufgabenstellung, oftmals auch mit Hilfe von Videomaterial. Bei längeren Fahrtzeiten werden gezielt Pausen eingelegt, bei denen die Mannschaft ein gemeinsames Essen einnimmt und anschließend auf einem Spaziergang noch einmal taktisch eingestellt wird. Wie bei der Ersten Mannschaft.

Besonderes gerne erinnern sie sich an das Eröffnungsspiel in der letzten Saison in Erlangen. „Da waren tatsächlich 600 Zuschauer in der Halle und unsere Jungs haben in der letzten Sekunde das Siegtor geworfen“, erinnert sich Antje. „Was in so einem Moment als Elternteil an Emotionen in einem arbeitet, kann man nicht beschreiben“ sagt Michael. „Dafür nimmt man alle Entbehrungen auf sich, um solche Momente mit seinem Sohn zu erleben“ sagen beide übereinstimmend. Emotional geht es während des Spiels bei beiden hoch her, denn sie fiebern erkennbar mit. Aber nach dem Spiel kommen die beiden sehr schnell wieder zur Normalität.

Die Verbundenheit zum TVG und die Begeisterung für die A-Jugend hat dazu geführt, dass Antje ein Maskottchen für die A-Jugend gehäkelt hat: Kurt, den Handballbären. Der ist jetzt immer bei den Spielen der A-Jugend dabei, natürlich auch im Mannschaftsbus. „Kurt war erstmals auch in Prag das Maskottchen und schon hat die A-Jugend dieses internationale Turnier gewonnen“ ist Antje sichtlich stolz auf den Glücksbringer.

Besondere Momente sind natürlich auch die Derbys gegen Hanau, Großwallstadt, Hüttenberg und Wetzlar, die immer sehr gut besucht und hart umkämpft sind. Es geht hin und her. Über Sieg oder Niederlage entscheiden oft wenige Schlüsselszenen. Grenzenloser Jubel oder Niedergeschlagenheit liegen nah beieinander. „Die Atmosphäre bei den Derbys so nah an der Mannschaft, den Trainern, Betreuern und anderen Eltern ist schon etwas Besonderes. Wir gewinnen und Verlieren alle zusammen, eben: „Gemeinsam mit Leidenschaft!“ schließt Michael ab.

Autor: Kay Bönisch