TV Gelnhausen feiert souveränen Derbysieg in Hanau
7. November 2026
TV Gelnhausen feiert souveränen Derbysieg in Hanau Barbarossastädter bleiben ungeschlagener Tabellenführer
Der TV Gelnhausen hat das Main-Kinzig-Derby eindrucksvoll für sich entschieden. Vor 1.100 Zuschauern in der Main-Kinzig-Halle setzten sich die Rot-Weißen am Freitagabend bei der HSG Hanau mit 36:30 (18:13) durch. Mit nun 20:2 Punkten verteidigt der TVG die Tabellenführung in der 3. Liga Süd-West und bleibt als einzige Mannschaft der Staffel ungeschlagen. Rund 350 mitgereiste Gelnhäuser Fans verwandelten das Auswärtsderby mit ihrer lautstarken Unterstützung von Beginn an in ein Heimspiel.
Den Grundstein für den ungefährdeten Derbysieg legten die Barbarossastädter bereits in der Anfangsphase. Nach dem 1:0 durch Cedric Schiefer übernahm der TVG mit einer kompakten Defensive und schnellem Tempospiel das Kommando. Fynn Broßmann traf in der sechsten Minute zum 4:1. Hanau verkürzte zwar noch einmal auf 5:6 (9.), doch die Gelnhäuser ließen sich davon nicht aus dem Konzept bringen.
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Jan-Steffen „Bruno“ Minerva überzeugte im Tor, während die TVG-Abwehr den Gastgebern weiterhin große Probleme bereitete. Im Angriff setzte besonders Fynn Hilb in der Anfangsphase mit drei Treffern in Folge Akzente. Als Ákos Csaba in der 14. Minute zum 10:5 traf, hatten sich die Rot-Weißen erstmals deutlich abgesetzt.
„Vom Tempospiel her war das wahrscheinlich das Beste, was wir gespielt haben, seitdem ich dabei bin. Das war wirklich überragend“, schwärmte TVG-Trainer Patrick Beer.
Hanau musste sich gegen die starke Gelnhäuser Defensive nahezu jeden Treffer hart erarbeiten, während die Barbarossastädter immer wieder über ihr schnelles Umschaltspiel zu einfachen Toren kamen. Die Rot-Weißen wirkten von Beginn an entschlossener und waren auf das Duell hervorragend eingestellt. Auch die sonst so hitzige Derby-Atmosphäre kam auf Hanauer Seite nie wirklich auf. Stattdessen bestimmten zunehmend die lautstarken Gelnhäuser Anhänger das Geschehen auf den Rängen.
Kapitän Jonathan Malolepszy baute den Vorsprung in der 20. Minute auf 13:7 aus, wenig später führten die Rot-Weißen sogar mit sieben Treffern. Erst gegen Ende der ersten Hälfte ließ der TVG einige Möglichkeiten liegen, wodurch die Gastgeber noch einmal verkürzen konnten. Der ehemalige Gelnhäuser Cedric Marquardt traf nach Ablauf der Spielzeit per Siebenmeter zum 13:18-Halbzeitstand.
Nach dem Seitenwechsel übernahm Noah Pilgrim für Minerva zwischen den Pfosten. Die Gelnhäuser knüpften nahtlos an ihre starke Defensivleistung an und hielten das Tempo weiter hoch. Jannik Geisler stellte auf 23:16 (37.), kurz darauf erhöhte Malolepszy auf 25:17 (39.).
Bemerkenswert war vor allem die Abgeklärtheit der Gelnhäuser. Selbst wenn sich kleinere technische Fehler einschlichen oder eine Torchance ungenutzt blieb, ließ sich die Mannschaft nicht aus der Ruhe bringen. Die Rot-Weißen blieben ihrem Spiel treu und fanden immer wieder die passende Antwort auf die Bemühungen der Gastgeber.
Als Hanaus Torhüter Benedikt Müller mehrere Würfe entschärfte und sogar einen Siebenmeter von Malolepszy parierte, konnten die Gastgeber noch einmal auf 23:28 (48.) verkürzen. Doch gerade in diesen Momenten zeigte sich die Stärke des TVG: Immer wenn das Momentum auf die Hanauer Seite zu wechseln drohte, waren die Gelnhäuser zur Stelle. Pilgrim verhinderte mit wichtigen Paraden weitere Gegentreffer, während Malolepszy im Angriff Verantwortung übernahm und mit zwei Toren den Vorsprung wieder auf 31:24 (52.) ausbaute.
„Wir mussten aufgrund unseres extrem hohen Tempos viel wechseln. Aber egal, wen wir wann ins Spiel gebracht haben, jeder hat seinen Job überragend gemacht“, lobte Beer die geschlossene Mannschaftsleistung.
Auch in den Schlussminuten behielten die Barbarossastädter die Kontrolle. Hilb erhöhte fünf Minuten vor dem Ende auf 32:25, ehe Silas Altwein mit seinem Treffer zum 34:28 (57.) endgültig für klare Verhältnisse sorgte. Längst hatten die mitgereisten TVG-Anhänger begonnen, ihre Mannschaft für den bevorstehenden Derbysieg zu feiern.
Die Gelnhäuser spielten die verbleibende Zeit souverän herunter, ehe Hanaus Mathi Geerken den letzten Treffer zum 30:36-Endstand erzielte. Hilb war mit sieben Toren erfolgreichster Gelnhäuser Werfer, Malolepszy und Csaba trafen jeweils fünfmal. Für die Gastgeber erzielte Schiefer acht Treffer.
Beim TVG fehlten weiterhin Alexander Bechert (Knieprobleme) und Benjamin Wörner (Handverletzung). Max Bechert stand nach seinem Mittelhandbruch erstmals wieder im Kader, kam allerdings noch nicht zum Einsatz.
Nach dem Abpfiff feierte die Mannschaft gemeinsam mit den mitgereisten Anhängern ausgelassen den Derbysieg und die verteidigte Tabellenführung. „Es waren unglaublich viele Gelnhäuser Fans dabei, die das Ganze gefeiert und uns gepusht haben. Das hat uns natürlich enorm geholfen“, bedankte sich Beer für die außergewöhnliche Unterstützung.
Lange müssen die Gelnhäuser auf das nächste Derby gegen Hanau nicht warten. Da es sich bei der Begegnung um das Nachholspiel des ursprünglich angesetzten ersten Spieltags handelte, steht bereits am 12. Dezember das Rückspiel in der Rudi-Lechleidner-Halle an. Zunächst wartet auf die Rot-Weißen aber schon am kommenden Samstag, 14. November, das nächste Heimderby. Um 19.30 Uhr empfängt der TVG die HSG Rodgau Nieder-Roden in der Hölle Süd. Tickets für die Partie sind bereits im TVG-Ticketshop erhältlich.
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